Hochzeits-Wissen: Catering
Wer schon einmal eine Hochzeit, eine Geburtstagsfeier oder sonst ein grosses Event geplant und organisiert hat, weiss, dass das Thema Catering, also die Bewirtung der Gäste, zu den wichtigsten, aufwendigsten und teuersten Bereichen bei der Organisation ist. Kein Fest, an dem es nicht was zu trinken gibt und mindestens eine kleine Kleinigkeit auch zu essen. So reicht das Spektrum bei der Gästebewirtung auch von minimalistischem Fingerfood bis zum opulenten 5-Gänge-Menü. Einer der Punkte, an den sich ein Gast am längsten erinnert, ist das Essen und auch das Trinken. Für einen Gastgeber, sei es Hochzeitspaar, Geburtstagskind oder sonstige Jubilare ist das schlimmste was auf dem eigenen Fest passieren kann der Umstand, dass es nicht genug zu essen oder zu trinken gibt.
Die Auswahl des Cateres
Zu Beginn muss man sich im Klaren darüber werden, ob man einen Caterer überhaupt selbst bestimmen kann. Wenn sie in einem Hotel oder in einem Restaurant feiern wollen, stellt sich die Frage nach einem Caterer eigentlich gar nicht. Trotzdem gilt auch hier, bei der Suche nach einer geeigneten Location das Thema Essen und Trinken von allen Seiten, auch preislich zu beleuchten. Der schönste Ort nutzt ihnen nichts, wenn das Essen schlecht oder zu teuer ist.
Bei der Auswahl des Caterers oder überhaupt der Gästebewirtung gilt deshalb vor allem ein Grundsatz: Nehmen Sie sich Zeit! Ein weiterer wichtiger Punkt ist: Bleiben Sie regional! Was nutzt ihnen ein Caterer aus Hamburg, wenn sie in Stuttgart heiraten wollen. Genau! Nichts! In jeder Region gibt es eine ausreichende Anzahl von Anbietern die sie sich anschauen und ausprobieren können. Handeln sie also immer getreu dem Motto: “Warum in die Ferne schweifen, wenn das gute liegt so nah!”.
Bei der Anzahl von Catering-Unternehmen, und damit sind Restaurants und Hotels mit eingeschlossen, ist es selbst bei einer regionalen Auswahl schwer den Überblick zu behalten. Mittlerweile gibt es unzählige sogenannter “Caterer” auf dem Markt, teilweise Unternehmen, die von Hygiene und Service, von Pünktlichkeit und Professionalität noch nie was gehört haben. Schauen sie sich die Unternehmen im Vorfeld genau an und prüfen sie diese vorab, zum Beispiel an Hand der Webseite des Unternehmens. Wie ist der Autritt gestaltet, welche Referenzen werden präsentiert, werden Ansprechpartner und Kontaktadressen angegeben, gibt es einen Auszug aus dem Portfolio. Alles Dinge, auf die man als Kunde achten sollte und auch achten muss.
Interessant sind auch Internet-Angebote die Listen von Catering-Unternehmen aufzählen und beschreiben. Hier sollte man sich ebenfalls unbedingt mit Informationen versorgen. Hochzeits-Messen sind ebenfalls ein geeigneter Platz um Unternehmen, Hotels und Restaurants kennenzulernen. Sie dürfen nur keine Scheu haben, auf die Personen zuzugehen und sagen was sie wünschen. Schließlich sind sie der Kunde!
Die Auswahl der Caterer sollte mit der Zeit immer kleiner und feiner werden und zum Schluß sollten sie nicht mehr als 5 Unternehmen in der engeren Wahl haben. Diesen sollten sie ihre Wünsche und Vorstellungen schildern und sich entsprechende Angebote einholen. Was sie wissen sollten sind Punkte wie die Anzahl der Gäste, die Location, Anzahl Kinder, Menü oder Buffet oder was ganz anderes, Zeitrahmen, Veranstaltungstermin und vor allem einen maximalen Kostenrahmen, den sie sich vorher gesteckt haben.
Menü oder Büffet
Ob die Gästebewirtung in Form eines Buffets erfolgt oder ob ein Menü die bessere Variante ist, darüber streiten die Menschen seit vielen Jahren. Das schöne daran ist, jeder hat im Prinzip recht und es gibt keine richtige und einzige Wahrheit. Die Darreichung des Essens ist eigentlich nur abhängig vom persönlichen Geschmack und von der Prioriät die das Essen auf ihrer Feier einnimmt. Es gibt Brautpaare oder Jubilare, für die steht das Essen im Vordergrund, es wird von eimem Spitzenkoch zubereitet oder man will einfach vermeiden das die Gäste am Büffet Schlange stehen. Für diesen Personenkreis kommt nur das Menü in Frage, wo das Essen von Personal am Tisch Gang für Gang serviert wird. Der Nachteil ist sicher, dass das ganze sehr Personalintensiv ist und durchaus viel Zeit vergehen kann. 5 Stunden für das Essen sind dabei keine Seltenheit. Wenn einem das wert ist, gut, aber man sollte sich auch Gedanken darüber machen, dass es für Gäste sehr träge und langatmig sein kann. Ausserdem muss man sich bei einem Menü als Gastgeber sehr viel mehr Gedanken um die Tischordnung machen, da man hier an einem Tisch wesentlich länger zusammen sitzt. Wenn sich da einige Gäste nicht verstehen, kann das unter Umständen die Stimmung erheblich nach unten ziehen.
Ein Büffet ist etwas für Menschen, die gerne eine Auswahl haben möchten und für die das Essen an diesem Abend nicht der Höhepunkt ist, sondern die Grundlage für eine großartige Feier. Ausserdem hat der Gast den Vorteil, genau das zu essen was er mag und vor allem auch, wann er mag. Solange das Büffet eröffnet ist, kann es dem Gast egal sein, wieviel getanzt und gespielt wird, man kann sich ja einfach noch was holen. Der Nachteil eines Büffets ist mit Sicherheit die Warteschlange wenn das Büffet eröffnet wurde, da alle gleichzeitig losstürmen. Hier hat es sich bewährt bei vielen Gästen einfach Tischweise vorzugehen.
Getränke
Das Essen ist jedoch nicht das einzigem auf das sie achten müssen. Die Getränkerechnung gehört mit zu den größten finanziellen Posten einer Feier. Wenn sie ihre Gästestruktur kennen, wäre es sinnvoll darüber nachzudenken, ob man zum Beispiel mit einer Getränkepauschale nicht günstiger fährt. Leider bietet eine solche Pauschale nicht jeder Caterer und nicht jedes Restaurant an. Aber zu empfehlen ist das ganze allemal, da sie sich nicht während der Feier den Kopf darüber zerbrechen müssen, was die gerade aufgemachte Flasche Wein sie jetzt kostet oder das zehnte Bier, das der Gast im Eck gerade trinkt. Neben den Getränke-Basics Bier, Wein, Wasser, Säfte, etc sollte man sich als Gastgeber auch unter Umständen um das Thema Hochprozentiges Gedanken machen. Nach einem guten Essen wünscht sich mancher Gast einen kleinen Schnaps oder einen Likör. Mit dem Caterer oder dem Lokal sollte es vorab eine Absprache geben, dass Hochprozentiges entweder vom Gast selbst bezahlt werden muss, oder aber man verständigt sich auf einen anderen, niedrigeren Preis, zum Beispiel das man einige Flaschen zur Verfügung stellt und wenn diese weg sind, wird selber gezahlt. Man stelle sich nur mal vor, bei einer Gästeanzahl von 60 Erwachsenen trinkt jeder 2 Schnäpse a 3 Euro und/oder 2 Ramazotti a 4 Euro. Da sind locker 300 bis 400 Euro weg, die man sich sparen kann.
Mitternachtssuppe
Eine Hochzeitsfeier kann lange dauern und der ein oder andere Gast bekommt nach ausgiebigem Tanzen Hunger. Als guter Gastgeber sollte man mit seinem Caterer eine Speise vorsehen, die zu einem späteren Zeitpunkt angerichtet wird. Gerne gesehen ist hier zum Beispiel eine Gulaschsuppe, ein Käse-Brett, Räucher-Waren wie Salami etc. Hier muss man selbstverständlich nicht mehr für die volle Gästezahl planen. Bewährt hat es sich, den Mitternachtsimbiss nur noch für maximal die Hälfte der Gäste vorzusehen.
Sie sehen, das Thema Catering birgt schier unerschöpfliches Potential und sollte wohl durchdacht sein. Machen sie sich Gedanken und nehmen sie sich die Zeit, einen der wichtigsten Aspekte einer Hochzeits- oder Jubiläumsfeier ordentlich vorzubereichten, damit sich ihre Gäste und letztlich auch sie wohlfühlen und ihr Fest zu einem wunderbaren und unvergesslichen Erlebnis wird!
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