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Grün heiraten – Trend zur Nachhaltigkeit auch bei Hochzeiten

7 Januar 2010 795 views Keine Kommentare
Grün heiraten - Trend zur Nachhaltigkeit auch bei Hochzeiten

Grün heiraten - Trend zur Nachhaltigkeit auch bei Hochzeiten


© Pixelio Fotografin:Michaela-Weber

Normalerweise waren Trends die in den letzten Jahren über den großen Teich zu uns herüber schwappten mit Vorsicht zu genießen.
Ein Trend der letzten Monate jedoch verdient eine gewisse Beachtung.
In den USA, aber auch in England und Frankreich, ist zu beobachten, dass auch im Bereich der Eheschließungen, der normalerweise
von ausschweifenden Festen geprägt ist, ein Umdenken stattfindet.
Das Schlagwort der “Nachhaltigkeit” macht die Runde. Hochzeiten und Trauungen werden immer öfter nach ökologischen Kritierien ausgerichtet und bei den Vorbereitungen wird immer mehr darauf geachtet, welche Produkte woher kommen und unter welchen Umständen diese produziert wurden.

Nachhaltigkeit bedeutet einfach, dass man nicht mehr nutzen, also verbrauchen sollte, als was nachwächst. Für eine Hochzeit gibt es mehr als eine Möglichkeit Nachhaltigkeit unter Beweis zu stellen.
Statt blütenweißen Einladungskarten, die mit hohem Aufwand gedruckt und unter Umständen über viele Kilometer mit Auto und Flugzeug versendet werden, werden Emails als Einladungen an die Gäste verschickt oder eben auf natürlichem, zu hundert Prozent recyclefähigem Material gedruckt. Wer zu weit weg wohnt wird gar nicht erst eingeladen, der Caterer muss nachweisen, dass das was er anbietet aus nachhaltigem Anbau oder Zucht kommt und überhaupt nimmt an einer Hochzeitsfeier nur noch teil, wer aus der näheren Umgebung kommt.

Statt sich mit einer spritschluckenden Stretchlimousine von Kirche zur Location fahren zu lassen, setzen die Brautleute auf ein Auto mit Hybrid-Antrieb oder gleich auf eine romantische Kutschfahrt und die Flitterwochen gehen nicht auf die Malediven oder die Seychellen, sondern mit dem Auto oder gar dem Bus in die nähere Umgebung. „Think green“ lautet die Devise.

Wer mag treibt es noch weiter. Die Braut trägt ein Brautkleid aus ökologischen sauberen Stoffen, wie Baumwolle und statt Goldringen oder Diamanten gibt es Ringe aus Silber oder sogar Holz.

In Deutschland tun sich die Brautleute noch schwer. Schließlich soll der Hochzeitstag einer der schönsten Tage im Leben sein, mit viel Pomp, Luxus und Dingen die man sich sonst nicht unbedingt leistet. Welche Frau träumt nicht von einer Hochzeit mit einem großen Hochzeitskleid, glamourösen Ambiente, gutem, ausgefallenen Essen, vielen Gästen und einer traumhaften Hochzeitsreise.

Nach einer nicht repräsentativen Umfrage sind jedoch immerhin 41% der Meinung, dass man auch bei seiner Hochzeit in gewissen Bereichen ökologisch bewusst handeln sollte, es zumindest versuchen sollte.

Mit ein wenig Nachdenken, mit ein wenig Interesse und Engagement lassen sich beide Positionen miteinander verbinden. Der Hochzeitstag soll wunderschön werden, kann aber auch ein bisschen das ökologische Gewissen beruhigen und durchaus auch etwas den Geldbeutel schonen. Denn mit Nachhaltigkeit kann unter Umständen einiges an Geld gespart werden.

Beispiel Hochzeitskleid. Was spricht dagegen ein gebrauchtes Kleid zu verwenden? Im Grunde gar nichts. Bevor ein sündhaft teures Kleid bei dubiosen Trash-the-dress-Parties ruiniert wird, sollte man es lieber verkaufen oder verschenken. Viele Kleider werden nur einmal getragen und verstauben dann im Schrank oder noch schlimmer im Keller. Im Internet gibt es Unmengen an Tausch- und Verkaufsbörsen wo man sein Kleid anbieten kann.

In Deutschland leider noch nicht so verbreitet, sind auch Wohltätigkeitsorganisationen wie „Brides against Breast-Cancer“, denen man sein Hochzeitskleid spenden kann, aber eben auch günstig erwerben kann.
Und wenn es schon ein neues Kleid sein soll, kann man darauf achten ein Kleid zu kaufen, das anschließend mit wenig Aufwand in Alltagskleidung umgewandelt werden kann. Eine weitere Alternative ist auch das Hochzeitskleid der Mutter, sofern noch vorhanden, einer neuen Bestimmung zuzuführen. Nachhaltigkeit also generationenübergreifend.

Auch bei der Verpflegung der Gäste können Braut und Bräutigam der Natur gute Dienste erweisen. Durch die Verwendung von regionaler und vor allem saisonaler Küche handelt man nicht nur ökologisch korrekt, sondern spart unter Umständen auch viel Geld. Denn das was in der Nähe wächst und gedeiht muss nicht erst über weiten Entfernungen zum Verbraucher transportiert werden und ist oft auch preiswerter als ausgefallene Gourmet-Kost.

Auch bei der Dekoration kann man sich überlegen, woher die Blumen stammen die man verwenden will. Beim Floristen einfach mal nachfragen. Natürliche Angebote und unter fairen und optimalen Bedingungen, auch für den Menschen, gezüchtete Blumen und Pflanzen sind nicht
viel teurer und beruhigen das ökologische Gewissen. Anbieter wie www.fairflowers.de sind hier willkommene Anbieter für fair gehandelte Produkte.

Beim sicher heikelsten Thema, vor allem für die Braut, kann man ebenfalls ökologisch wertvoll handeln. Verlobungs- und Eheringe sollen für die Ewigkeit halten und als ein Symbol der endlosen Liebe gelten. Die Gewinnung von Gold und Edelsteinen ist jedoch weltweit durch hohe soziale und ökologische Kosten gekennzeichnet. Warum also nicht auf alternative Materialien setzen oder auf Rohstoffe, die aus einem nachhaltigen Bereich kommen. Auf “Blutdiamanten” oder Gold und Silber das aus Kinderarbeit gewonnen wird, sollten wir mittlerweile verzichten können.

Dafür muss jedoch keine Braut auf ihren Schmuck oder ihren Ring verzichten. Anbiete wie www.faire-edelsteine.de bieten durchaus Alternativen von hoher Qualität die als Material für den Ehering in Frage kommen.

Wie man sieht, bieten sich viele Möglichkeiten ökologisch zu handeln, Kosten zu sparen und trotzdem schön zu feiern.

Es gilt einfach die Balance zwischen ökologischen Einschränkungen und dem einmaligen Erlebnis der Hochzeit zu finden.

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